Dieser Bereich beschäftigt sich mit den Wählfernsprechern.

Diese Geräte sind allesamt Zentralbatterie (ZB) -Apparate, d.h. die Stromversorgung des Fernsprechers kommt aus der Vermittlungsstelle, dem „Amt“ und wurde nicht, wie beim Ortsbatteriebetrieb, lokal durch Aufstellen einer Batterie vorgenommen.

Die Bezeichnung dieser Telefone waren folgende: ZBSA = Zentralbatterie-Selbstanschluss-Apparat, danach SA = Selbstanschluss-Apparat. Selbstanschluss-Apparat war die alte Bezeichnung für Wählapparat.

Ab Mitte der 1930er Jahre änderte sich die Bezeichnung von ZBSA bzw. SA in W = Wählapparat.

Hinter dieser Abkürzung steht dann eine zweistellige Ziffer, welche das Ersteinführungsjahr des Apparates angibt.

Beim nebenstehenden Apparat handelt es sich um einen Wandapparat ZBSA 19 (07).

Die in den Klammern stehenden Ziffern „07“ geben den Hinweis, dass es sich um ein umgebautes Wandgerät ZB 07, also um einen Fernsprecher ohne Nummernschalter handelt.

Nach Einführung des Wählbetriebes hat die Rechstelegrafenverwaltung (RTV) bzw. die Deutsche Reichspost üblicherweise die frei gewordenen ZB-Apparate durch eigene Werkstätten oder beauftragte Fernmeldefirmen auf Wählbetrieb umbauen lassen, da Werkstoffe zur damaligen Zeit sehr wertvoll waren.

Dieses Gerät wurde um 1910 als ZB-Apparat produziert und 1928 zum Wählfernsprechapparat umgebaut.

Der Hersteller ist nicht mehr feststellbar.

Im nebenstehenden Bild wird ein Wandapparat ZBSA 19 gezeigt.

Es ist ein Standartgerät der RTV und wurde von vielen Telefonfabriken hergestellt.

Dieses Gerät wurde 1925 von den Deutschen Telefonwerken und Kabelindustrie (DTW, später DeTeWe), Berlin produziert.

Man sieht bei den beiden beschriebenen Geräten die außenliegenden Weckerschalen, die mittels des Klöppels des Weckers den ankommenden Ruf signalisieren.

Rechts im Bild ist ein Wandapparat ZBSA 25 zu sehen.

Am auffälligsten ist die kompakte Bauform und der in das Gerät verlegte Wecker.


F. Schuchardt, Berlin hat dieses Gerät 1927 hergestellt.

Es ist ebenfalls ein Standartgerät, welches von den meisten Fernmeldefirmen produziert wurde.

Da es in einem eher kurzem Zeitraum hergestellt wurde, ist der Apparat selterner anzutreffen.

Hier erkennt man im rechten Bild einen Tischapparat ZBSA 19 als Gegenstück zum Wandgerät.

Charakteristisch sind die hohe Form des Gerätes und die außen liegenden Weckerschalen, die hinten aus dem Gehäuse ragen.

Hersteller dieses abgebildeten Gerätes ist die Firma Mix & Genest, Berlin.

Gebaut wurde es um 1925, revidiert 1934.

Der rechts abgebildete Tischapparat ZBSA 24 ist die Weiterentwicklung des oben beschriebenen ZBSA 19.

Er ist ebenfalls das Gegenstück des Wandapparates ZBSA 25, jedoch ist der Tischapparat ein Jahr vorher eingeführt worden.

Insgesamt ist das Gerät kleiner und kompakter konstruiert.

Der Wecker wurde ebenfalls in das Gerät verlegt.

Unser Gerät hat 1927 Siemens & Halske, Berlin hergestellt.

Die Deutsche Reichspost hatte um 1928 das Bestreben einen kompakten Fernsprechapparat einzuführen, der von den Telefonfabriken leicht in Serie gebaut werden konnte.

Dabei heraus gekommen ist der rechts im Bild gezeigte Tischapparat W 28.

Er ist von den meisten Fernmeldefirmen in großer Stückzahl bis ca. 1945 hergestellt worden.

Unser nebenstehend gezeigtes Modell wurde von den Vereinigten bayerischen Telefonwerken, München im Jahre 1931 produziert.